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Superfoods: Die Liste für den ultimativen Überblick

Superfoods

Neuer Trend Superfoods

Superfoods – fast jeder hat das Wort schon einmal gelesen und immer mehr Supermärkte und Drogerieketten verkaufen die Superfoods in ihren Regalen. Dadurch dass wir mit steigendem Wohlstand unserer Gesundheit und Ernährung immer größeren Wert beimessen können, steigt auch die Aufmerksamkeit für enorm gesunde Superfoods rasend schnell. Denn Superfoods sollen uns schön, schlank, intelligent, fit und gesund machen – und das alles zugleich! Models wir Miranda Kerr ernähren sich angeblich nur von den gesunden Schönmachern und nehmen jeden Tag einen ganzen Mix an verschiedenen Superfoods zu sich. Doch was steckt hinter dem Superfood-Hype und wie gesund sind Superfoods wirklich?

Was sind Superfoods überhaupt?

Da Superfood eigentlich nur ein Modewort aus den USA ist, gibt es keine fachlich anerkannte, allgemein gültige Definition dafür. Gemeint sind mit Superfoods natürliche Lebensmittel, die sich durch ihren hohen Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien auszeichnen. Durch die extrem hohe Dichte an Nährstoffen decken die Superfoods schon in sehr kleinen Mengen den Nährstoffbedarf des Körpers und wirken sich positiv auf unsere Gesundheit aus.

Welchen Gesundheitsnutzen haben Superfoods? Die ultimative Superfood Liste

Im Folgenden findet ihr die momentan gängigsten Superfoods mit Herkunftsländern und ihrer jeweiligen Wirkung für die Gesundheit:

 Açai

Die Açai-Beere kommt aus dem Amazonas-Regenwald und ist eines der Grundnahrungsmittel der einheimischen Bevölkerung. Bei uns ist sie nur als getrocknetes Pulver oder als Frucht-Püree erhältlich. Die Açai-Beere enthält besonders viele Antioxidantien, Vitamine und Mineralstoffe. Angeblich soll die Beere auch beim Abnehmen unterstützend wirken, was aber nicht bewiesen ist.

 

 Avocado

Die weltweit verbreitetste und beliebteste Art ist die Hass-Avocado, benannt nach ihrem Entdecker Rudolph Hass, der durch geschickte Marketing-Strategie „seine“ Avocado zur weltweit beliebtesten Sorte machte. Angebaut wird sie vor allem in Südamerika und Israel und punktet mit einem enorm hohen Gehalt an Folsäure, ungesättigten Fetten, Kalium, Vitamin E und Eisen. Diese unterstützen unter anderem die Immunabwehr, die Knochenbildung und beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.

 

 Carob

Carob stammt aus der Frucht des Johannisbrotbaums, der vor allem in Vorderasien wächst. Hierzulande als Pulver verkauft wird ihm eine antioxidative Wirkung nachgesagt. Außerdem enthält das Pulver viele Vitamine, Proteine und Polyphenole.

 

 Chia

An Chia-Samen kommt mittlerweile niemand mehr vorbei! Sogar altmodische Bäckereien verkaufen mittlerweile Chia-Brot mit extra hohem Protein-Gehalt zum Abendbrot. Die traditionelle Verwendungsweise für Chia-Samen ist Chia-Pudding – für den Chia-Samen in Milch über Nacht eingeweicht werden und zum Frühstück verzehrt werden. Chia-Samen kommen ursprünglich aus Mexiko und waren eines der Grundnahrungsmittel der alten Maya. Sie haben einen besonderen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren, Calcium, Eisen und Ballaststoffen.

 

 Dulse

Das neue Superfood, auch genannt Rotalge oder Lappentang. Dulse wächst vor allem an der Atlantik- und Pazifikküste und wird in Deutschland überwiegend in getrockneter Form, beispielsweise als Flocken oder Pulver, verkauft. Gebraten schmeckt Dulse ein wenig nach Bacon, ist allerdings viel figurfreundlicher und enthält zudem eine Menge Mineralstoffe, Spurenelemente, Zink, Kalzium, Phosphor, Kalium, Folsäure und Magnesium für starke Nägle, Haare, Haut, Knochen und Bindegewebe.

 

Goji

Die knallrote Beere stammt aus China und wird häufig in der Traditionellen Chinesischen Medizin verwendet. Ihnen wird ein enormer gesundheitlicher Nutzen durch Aminosäuren, Beta-Carotin, Vitamin C, Vitamin E und beachtliche Vitamin-B-Werte nachgesagt. Die Wunderbeere soll jünger machen, das Immunsystem stärken, die Libido anregen und die Fettverbrennung ankurbeln und, und, und… Jedoch werden viele der in China angebauten Goji-Beeren mit extrem hohen Mengen an Pestiziden bespritzt, wodurch sie ganz und gar nicht mehr gesund sind. Auch eine negative Wechselwirkung mit einigen Medikamenten wie Blutverdünnern wurde nachgewiesen.

 

 Matcha

Bekannt vor allem als hipper grüner Matcha-Tee kommen die Blätter des Matcha-Strauches ursprünglich aus Japan. Das Pulver kann aber nicht nur für Tee, sondern auch in Smoothies oder zum Backen verwendet werden! Matcha-Tee ist gesünder als herkömmlicher grüner Tee, da er ein direktes Extrakt aus dem frischen ganzen Blatt ist, der als Pulver aufgegossen und getrunken wird. Das enthaltene Polyphenol beruhigt den Magen, Calcium stärkt die Knochen und Kalium ist wichtig für die Nerven und Muskeln in unserem Körper. Zudem wirkt Matcha entzündungshemmend und vorbeugend gegen viele Krebsarten.

 

Quinoa

Das Urgetreide der Inkas aus den Anden schmeckt nicht nur super lecker, sondern enthält auch ein ganzes Paket an wichtigen Nährstoffen: besonders für Vegetarier und Veganer wichtige Proteine und essentielle Aminosäuren wie Lysin, sowie Eisen Magnesium und Kalzium. Zubereiten kann man Quinoa mit Gemüse oder zu Salat, aber auch als Füllung für Paprika oder Tomaten und im exotischen Curry schmeckt es wunderbar.

 

Spirualina

Spirulina gehört zu der Gruppe der Blaualgen, und wird in Form von Pulver, Tabletten oder Kapseln als Nahrungsmittelergänzung in Bioläden verkauft. In Mittelamerika und Afrika gilt Spirulina schon seit Jahrhunderten als Bestandteil der Nahrung – bei uns wurde die Alge erst in den 80er Jahren entdeckt und als „Wunderwaffe zum Abnehmen“ angepriesen, was jedoch nie nachgewiesen wurde. Tatsächlich nachgewiesen jedoch sind die gesunden Inhaltsstoffe Calcium, Eisen und Magnesium sowie ein sehr hoher Wert an Vitamin B12. Auch hier muss wieder darauf geachtet werden, dass die Spirulina aus einwandfreiem Gewässer ohne Schwermetall-Belastung stammen!

Heimische Superfoods: Warum in die Ferne schweifen wenn das Gute doch so Nahe ist?

Bei all diesen exotischen Superfoods sollten jedoch die heimischen Lebensmittel nicht in den Hintergrund geraten – denn viele Früchte wie dunkle Beeren oder Äpfel enthalten mindestens genauso viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe wie oben genannte Superfoods und unterstützen dadurch ebenfalls unser Immunsystem und sorgen für strahlende Haut und starke Nägel und Haare!

Der Focus schreibt unter dem Titel „Goji-Beere – Entzauberung der Wunderbeere“, dass die gesundheitliche Wirkung eines Apfels komplett die gleiche wie die einer Goji-Beere sie. Laut Ernährungswissenschaftlern bringe auch der Verzehr von Goji-Beeren keine Wunder, wenn man sich sonst ungesund ernähre. Wissenschaftliche Belege, die belegen, dass die Goji-Beere eine „Wunderbeere“ ist, gebe es bislang nicht.

Zusätzlich müssen die heimischen Äpfel aus dem Garten nicht vom anderen Ende der Welt zu uns nach Europa transportiert werden und punkten dadurch mit einer viel besseren ökologischen Bilanz. Denn nicht nur unsere eigene Gesundheit, sondern auch Gesundheit und Nachhaltigkeit der Erde auf der sie wachsen sollte Menschen, die sich bewusst ernähren, am Herzen liegen. Auch die Menschen in den Ursprungsländern leiden häufig unter dem Superfood-Hype in Nordamerika und Europa. Die Açai-Beere stand jahrhundertelang auf dem täglichen Speiseplan der Naturvölker im Amazonas. Seit vor einigen Jahren der Superfood-Hype um die Açai-Beere begonnen hat, wird die Beere nur fast ausschließlich exportiert und ist für die Urvölker im Regenwald unerschwinglich geworden.

Dabei enthalten die guten alten Heidelbeeren, die überall in Deutschland angebaut werden, genauso viele Antioxidantien, die freie Radikale abfangen, sowie Unmengen an gesunden Pflanzenfarbstoffen und Vitaminen!

Auch preislich liegen die exotischen Superfoods weit über unseren heimischen Superfoods: Bis zu 400€ zahlen manche Kunden für den Pseudo-Gesundheitsnutzen von 300g getrocknetem Phytoplankton. Hier bezahlen Kunden vor allem auch die groß angelegten Marketing-Kampagnen für die sogenannten Superfoods, deren Name nicht geschützt ist, sodass jedes beliebige Lebensmittel als „Superfood“ bezeichnet werden darf. Das Marketing der Produkte gaukelt uns auch manchmal einen Nutzen vor, der gar nicht vorhanden ist:

Das viele Vitamin B12 in Spirulina kann beispielsweise in seiner Form vom menschlichen Körper gar nicht aufgenommen werden und zu viel Jod aus Algen schadet dem Körper mehr als dass es nützt. Viele Menschen reagieren zudem allergisch auf Inhaltsstoffe (wie Saponine) der in unserer Kultur unbekannten exotischen Superfoods.

Liste heimischer Superfoods

Deshalb kommt hier eine Liste unserer heimischen Superfoods, die vorzeitiger Hautalterung entgegenwirken, Feuchtigkeit spenden, Falten glätten und Pigmentflecken mildern, vor Sonnenbrand schützen, Haut, Haare und Nägel stärken, den Stoffwechsel auf Trab bringen und, und, und…

Heimische Superfoods: Kürbis, Grünkohl, Brokkoli, Radieschen, Johannisbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren, Sanddorn, Cranberries aus Deutschland, Tomaten, Gurken, Paprika, Äpfel, Leinsamen, Aroniabeere

Vor lauter Superfoods im Kopf, habe ich euch eines meiner neuen Lieblingsrezepte auf dem Blog verraten: Raw Energy Balls. So lecker!

Lena

2 Comments

  1. Ayna 11. Januar 2017 Reply

    Super Artikel, natürliche Lebensmittel können echt wunder bewirken wenn man es Langfristig zu sich nimmt und keine Fertig Produkte isst.

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